Kunst

Ausstellung "Voll Stoff!" -
Eröffnung, Donnerstag,
11. Juni 2026, 17.00 Uhr
Vernissage zu "Voll Stoff!"
Wir eröffnen unsere kolossale Großausstellung mit 50 Künstlerinnen und Künstlern im Vorfeld der ersten Konzerte und Theateraufführungen. Details folgen. © Foto von Yap auf Unsplash

Ausstellung "Voll Stoff!" -
Die Teilnehmenden an der großen Gruppenausstellung
Vier Tage "Voll Stoff!"
Unsere Ausstellung vereint Positionen aus den Bereichen Instlaation, Performance, Video, Fotografie und Malerei. Unsere Teilnehmenden kommen aus Hamburg und Berlin, München und Salzburg, Bregenz und der Region. Mit dabei sind: Sabrina Ackermann · Nandor Angstenberger · Sascha Banck · Winfried Baumann · Eva Beham · Oskar Beham Anna Bien · Eva Brenner · Dressed in Sound · Margret Duijneveld · Barbara Engelhard · Reinhard Erbes · Jochen Flinzer · Inke Fürbeth · Woldemar Fuhrmann · Caroline Glasow · Theresa Hartmann · Angelika Huber · Katja Gehrung · Susanne von Janda · Nortburga Karl Petra Krischke · Nora Lösel · Marie Luncz · Linda Männel · Anders Möhl · Olga von Moorende · Odour Odessa · Claudia Schulz · Philipp Tim Selig · Anne Sterzbach · Katja Then · Sebastian Tröger · Verena Waffek · Klaus Weinbrenner · Peter Winkler · Konrad Winter · Nadine Zenker sowie die Absolventen und Studierenden der Klasse Tröger: Franziska Adams · Katharina Burger · Louis Habermeyer · Tom Kain · Moritz Segura Kanngießer · Josefa Klausecker · Joscha Meisenzahl · Ava Nasr · Leonie-Victoria Oberhauser · Emma Pausch · Ilka Sander · Valerija Saplev · Mirjam Schmalzl © Foto von Yap auf Unsplash

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Katja Gehrung
Die Fotografin Katja Gehrung, früher Fürth, jetzt Bregenz, setzt ihre fotografische Selbstinszenierung fort. Die Brautidylle liegt im Motiv "Just married" in Fetzen.

Ausstellung "Voll Stoff!" -
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Nándor Angstenberger
Der Berliner Künstler Nándor Angstenberger ist bekannt für seine Wollgespinste, sei es inmitten aufgeladener Architektur oder einladender Natur (Foto: René Kafka). Damit war er bei der Blauen Nacht in Nürnberg vertreten und bei der Ortung in Schwabach. Für Anwanden verwandelt er einen historischen Traktor. - - -

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Odour Odessa
Der Nürnberger Künstler mit dem Pseudonym Odour Odessa hat für Anwanden eine ausladende Skulptur geschaffen mit dem Titel "Disengaged". Er erklärt seinen Gedankenansatz so: "Der Hintergrund der Arbeit ist, dass das kleine Blümchen versucht, gesellschaftlich mitzuhalten, und sich dadurch dem entsprechenden Druck aussetzt. Immer mehr, immer schneller, immer größer – es gibt wirklich alles „Voll Stoff!“. Dieses Tempo und die Anforderungen hält es jedoch nicht lange durch: Am Ende bricht das Blümchen mitsamt seiner viel zu großen Vase zusammen – und ist schließlich doch abgekoppelt ,„disengaged')." Das passt zu Odour Odessas grundsätzlicher Herangehensweise. Für ihn fungieren die Arbeiten als Spiegelfläche für eigene Erinnerungen und mentale Bilder. Die auf den ersten Blick schlichte Wirkung der Werke täuscht dabei über die zugleich angelegten optischen Fallstricke hinweg. Gerade die Einfachheit und Klarheit der Motive laden zu einer weit gefassten Deutung ein, die einerseits schlicht und unschuldig, andererseits aber auch psychologisch doppeldeutig ausfallen kann – und damit letztlich mehr über den Betrachter als über den Künstler Preis gibt.

Ausstellung "Voll Stoff!" -
Die Teilnehmenden an der großen Gruppenausstellung
Öffnungszeiten und Führungen
Unsere Ausstellung ist wie folgt geöffnet: - Donnerstag, 11. Juni 2026, 17:00 bis 23:00 Uhr - Freitag, 12. Juni 2026, 16:00 bis 24:00 Uhr - Samstag, 13. Juni 2026 14:00 bis 24:00 Uhr - Sonntag, 14. Juni 2026 10:00 bis 22:00 Uhr Der Eintritt ist frei. Spenden für den Verein und die Künstlerinnen und Künstler sind sehr erwünscht. Am Freitag, Samstag, Sonntag bieten wir etwa 90minütige Führungen an. Treffpunkt ist das Ticket-Häuschen gegenüber dem Haupttor. Die Führungsbegühr beträgt 3 Euro. Freitag, 17.00 Uhr Samstag, 14.00 Uhr Samstag, 16.00 Uhr Samstag, 21.00 Uhr Sonntag, 14.00 Uhr Sonntag, 17.00 Uhr
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Ausstellung "Voll Stoff!" -
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Anna Bien - MEMOR
Die in Nürnberg lebende, koreanische Bildhauerin Anna Bien nähert sich dem Motto "Voll Stoff!" mit einer goldglänzenden eigens für Anwanden entstandenen Installation, bei der sich gebrauchte Kleidung verpackt in koreanische Geschenktücher zu neuer Bedeutung türmen. Sie schreibt über "MEMOR, fließender Geist": "In goldene Tücher gehüllt, finden gebrauchte Kleidungsstücke neue Würde. Inspiriert von der koreanischen Tradition der Geschenktücher verwandelt sich das Einwickeln in eine stille Geste des Respekts – ein Innehalten zwischen Vergänglichkeit und Erinnerung. Das Gold schimmert nicht als Schmuck, sondern als Zeichen der Wertschätzung: für das, was war, und für das, was bleibt."

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Margreet Dujneveld
Die Niederländerin Margreet Duijneveld hat sich durch aussdrucksstarke Linolschnitte und Malerei einen Namen gemacht, am Realismus angelehnt und reduziert aufs Wesentliche.

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Katja Then
Katja Then, geboren 1973 in Würzburg, hat in Nürnberg und London Kunst studiert und lebt und arbeitet in Bad Kissingen. Then experimentiert gerne mit verschiedenen Materialien. Löst Kleidungsstücke in linearen Dimensionen auf, verwandelt Textilflusen in Objekte und gewinnt einer archetypischen Schlitten-Ikone wie dem Rhöner Schlitten malerische Seiten ab. Rodeln im Rudel und im Raum - verblüffend.

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Woldemar Fuhrmann
Den Geist und die Tradition der Original Hersbrucker Bücherwerkstätte transportiert dessen Mitglied Woldemar Fuhrmann auch in diese KulturPalast-Edition. Er legt im Rinderstall einen "Sea of Poems" an, auf vierzig Quadratmetern kräuseln sich Blätte voller lyrischer oder schäumender Gedanken. Er habe, sagt Fuhrmann, den Ansatz "Voll Stoff!" als Aufruf zum Lese-Stoff verstanden.

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Dressed in Sound
Strick- und Nähmaschinen gehören zu den Utensilien der flexibel operierenden Gruppe "Dressed in Sound" aus München und Berlin. Das Ensemble tritt beispielsweise regelmäßig an den renommierten Münchner Kammerspielen auf. Beim KulturPalast Anwanden gibt es jeden Tag Live-Performances in ihrer Rauminstallation..

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Olga von Moorende
Die aus Bremen stammende, heute in Schnaittach lebende Olga von Moorende macht Kunst auf der Nahtkante zwischen Mode und Malerei. Die Künstlerin, die bei Franz Vornberger und Georg Karl Pfahler studierte (und dort zuletzt Meisterschülerin war), sieht ihre Arbeiten weniger als Kleidung denn als tragbare Skulpturen. Vielfach ausgezeichnet ist Olga von Moorende jemand, die immer feinfühlig auf Umgebungen reagiert. Im ehemaligen Rinderstall des Gutes Wolfgangshofes heißen ihre auf Puppen präsentierten Kreationen denn auch "Schweinemedaillons" oder "Muhkuhmuhkuh". Titel der Kleider-Installation am Futtertrog: "Wenn ich einmal reich wär'..."

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Sascha Banck
Die Fürther Künstlerin Sascha Banck, die sich mit ihrem Einsatz für das innovative Format "FreiluftGalerie" einen Namen gemacht hat, steuert für unsere Gruppenschau Pop-Up-Motive bei, die wir Zufalls-Graffiti erscheinen und den Blick schärfen fürs Beiläufige.

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Nadine Zenker
Nadine Zenker studiert seit 2022 an der Akademie der bildenden Künste in der Klasse Marko Lehanka, Theresa Rothe und Maria Loboda. Ausstellungen u.a. in Krakau, Nürnberg, Hamburg, Leipzig. Zu ihrer Arbeit sagt sie: "In meiner künstlerischen Praxis arbeite ich vorrangig mit Textilien, die ich als Medium zwischen meiner Innen- und meiner Außenwelt verstehe. Mit Textilien verbinde ich Gewohnheit, Vertrautheit und Sanftheit und nutze diese Emotionen um mich mit Themen wie Abgrenzung, sozialer Klasse und meinem eigenen Körper auseinanderzusetzen." Für Anwanden schafft sie eine neue Mixed-Media-Installation mit dem Titel "der versuch ein eis zu essen das nicht schmilzt".

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Jochen Flinzer
Der Hamburger Jochen Flinzer, viele Jahre erfolgreicher Hochschullehrer an der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste. zeichnet mit Nadel und Faden. Akkurat, durchdacht, reduziert, konzeptuell, anspielungsreich und sinnlich. Flinzer stickt seinen eigenen Kosmos, seine Faibles, Vorlieben, Sehnsüchte. Wie die über vierMeter lange Kimono-Schärpe, die als "Grüne Welle" frei im Raum hängt. Und auch Flinzers Faszination für Japan transportiert.

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Reinhard Erbes
Was, wenn fließender Stoff nur Imagination ist, ein Illusion, ein Spiel mit falschem Material? Reinhard Erbes aus Roßtal geht als Bildhauer an das Motto "Voll Stoff!" heran und präsentiert Textilien aus Lindenholz, also ganz im altmeisterlichen Sinne von Skulptur.

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Philipp Selig
Er gehört zu einer der aufsehenerregendsten jungen Bildhauern der Szene: Philipp Selig verarbeitet gebrauchtes Material zu figürlichen Objekten, formt Häuser im Freien, Flieger aus Bauholz und einen Kumpel aus einem ausrangierten Hydranten. Vergnüglich, hintersinnig, überraschend.

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Barbara Engelhard - "Chill mal"
Die Fürther Künstlerin Barbara Engelhard hat sich mit partizipativen Installationen einen Namen gemacht und erkundet seit einigen Jahren die knallbunte Welt der Kunststoff-Teppiche. Auch im Stall in Anwanden. Das Kinderzimmer-Farbspektrum animiert sie zum Titel: "Chill out".

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Winfried Baumann
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Nürnberger Bildhauer Winfried Baumann mit der Lebenssituation von Wohnungslosen. Er hat dafür beispielweise mobile Behausungen entworfen, hoch ästhetisch und praktibal. Diese Gedanken setzt er nun mit der Serie "Instant Housing Dresscode" fort, die Lösungen für diese Nomaden unserer Zivilsation präsentieren. In Anwanden zeigt er diese großformatigen Foto-Drucke. Foto: Winfried Baumann.

Ausstellung "Voll Stoff!"
Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Sabrina Ackermann - Ritual
Die Nürnberger Goldschmiede- und Objektkünstlerin Sabrina Ackermann macht nach eigenen Angaben "Werkzeuge für geistige Arbeit". Auf dem Wolfgangshof vergrub sie in einem Ritual einen silbernen Stern und lädt während des Festivals zu einer Teezeremonie. Ihr Statement: Ritual. Alles ist Seele. Ich verbinde mich mit Orten und wirke für Orte. Gut Wolfgangshof 2026; in Achtsamkeit betreten. Mit dem was da ist. Ich füge mich. Fühlen. Stille. Zuhören. Was wird gebraucht? - Botschaften und ein Auftrag. - Ich wirke ein und verändere als Hüterin, als Stellvertreterin der Menschheit. Gleiche Spuren aus und löse. Bin Verbindung von Mensch und Erde. Symbiose. Liebe für Mutter Erde. Schmuck und Objekt ist meine Verbindung zu den Elementarkräften der Existenz. der Stern ist Werkzeug. Träger von Information; einer Ausrichtung. Die Formgebung sowie die Umsetzung ist der Manifestationsprozess; durch das Handwerk und meine Hände. Ausgerichtete Gegenstände sind manifestiertes Bewusstsein; Bewusstsein ist Schöpferkraft. Je genauer - je treffender, umso wirkungsmächtiger. Im Ritual wird das Bewusstsein verankert. Installiert. Der Stern ist an Mutter Erde übergeben. Das Stoffliche hält und bewahrt die Ausrichtung. Die Energie an diesem Ort ist nachhaltig verändert. Gebete wirken. Rituale sind unsere Macht. Foto: Laila Auburger

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Oskar Beham / Sebastian Tröger
Oskar Tröger ist der mit zehn jahren der jüngste Teilnehmer in der Generationenschau "Voll Stoff!". Mit seinem Vater Sebastian Tröger, mittlerweile Professor an der Münchner Kunsthochschule, entwickelt er eine Installation aus Fischernetz, Bewegungsmeldern und Korallenkugeln, das aktuelle Klimakatastrophenszenarien anspricht. Auch im Titel: "Die Hoffnung stirbt zuletzt".

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Klasse Tröger
Mit 13 Absolvent:innen und Studierenden seiner Klasse - darunter Louis Habermeyer - präsentiert sich Sebastian Tröger, Nürnberger mit Professur an der Münchner Kunsthochschule, innerhalb unserer Ausstellung. “It can do whatever we know how to order it to perform.” ist die Gesamtpräsention von Franziska Adams, Katharina Burger, Louis Habermeyer, Tom Kain, Moritz Segura Kanngießer, Josefa Klausecker, Joscha Meisenzahl, Ava Nasr, Leonie-Victoria Oberhauser, Emma Pausch, Ilka Sander, Valerija Saplev und Mirjam Schmalzl überschrieben. Sie alle zeigen Arbeiten mit textilem Schwerpunkt, die sich in experimentellen und intermedialen Verknüpfungen von Zeichnung, Malerei sowie performativen und skulpturalen Praktiken entfalten. Die Werke greifen über die Fläche hinaus in den Raum und eröffnen auch klangliche Dimensionen des Textilen. Es entstehen eigenständige räumliche Setzungen und sinnliche Erfahrungsräume, die auf Fragestellungen aus Kunstgeschichte, Naturwissenschaften, Gesellschaft und Politik verweisen.

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Peter Winkler
Der 1960 in Sulzbach-Rosenberg geborene, heute in Fürth lebende Grafiker und Konzeptkünstler Peter Winkler steuert zwei Paraphrasen zur Joseph-Beuys-Postkarte "wer nicht denken will, fliegt raus". Einmal einen als "WG-Manifest" getarnten Duschvorhang und dann einen Vogelkäfig mit in sich ruhendem Karl Marx als Insasse und geöffneter Tür. Titel der Arbeit: "Umkehrschluss ,Wer nicht rausfliegt, will denken.'“

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Angelika Huber
Die in Linz geborene Angelika Huber studierte in Nürnberg bei Ottmar Hörl und Michael Sailstorfer und ist Meisterschülerin von Heike Baranowsky. Die Auseinandersetzung mit Stofflichkeit spielte für sie schon immer eine Rolle. Für Anwanden entstehen Skulpturen wie ein Mercedes-Lenkrad mit kunstvoll vernähtem Airbag. Titel der Arbeit: „Style Guard“.

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Eva Brenner
Ein Artikel in der ZEIT über den lang ersehnten Ausstieg aus der Anbindehaltung von Rindern und die gähnende Leere des historischen Stalls vor Ort – mehr brauchte es für die Künstlerin Eva Brenner nicht, um den Funken für ihr Werk zu zünden. Ihre begehbare Audioinstallation „Bessere Zeiten“ erweckt die verlassene Architektur mit einem 8-Kanal-Surround-System akustisch zum Leben. Auf Knopfdruck stehen Besucherinnen und Besucher mitten im Systemkontrast: Die bedrückende Enge und das monotone Rasseln der Ketten prallen direkt auf die offene, lebendige Klangkulisse der Freilaufhaltung. Eine intensive, klangliche Spurensuche, die Vergangenes und Zukünftiges spürbar in den Raum zurückholt.
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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Theresa Hartmann
„w e“ heißt die Installation von Theresa Hartmann, in Klammern ergänzt durch "waste energy". Ein doppeldeutiger Titel. Denn die Künstlerin meint nicht (nur) das englische „wir“ damit, sondern nimmt die beiden Buchstaben als Abkürzung für „waste energy“, die sie in Klammern hinzufügt, also Energieverschwendung. Eines der beiden historischen Plumpsklo-Klohäuschen auf dem Gutshof wandelt sie somit zu einer klanglich-abstrakten Übersetzung einer mikrobiellen Brennstoffzelle. Lebende Mikroorganismen aus beispielsweise Abwasser können in so einer Zelle unmittelbar zur Energiegewinnung genutzt werden. Hier sind es Klänge aus der ehemaligen Sickergrube, die durch die Membran zwischen den zwei Klokabinen geleitet werden. Theresa Hartmann studierte Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und schloss ihr Studium 2023 mit Auszeichnung ab. Ausgehend von feministischen und ökologischen Perspektiven arbeitet Hartmann im Feld der Klangkunst an der Schnittstelle von Skulptur, akustischer Forschung und körperlicher Erfahrung.

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Donnerstag, 11. Juni 2026
bis Sonntag, 14. Juni 2026
Verena Waffek
"Wenn Konzeption, Stoff und Naturgesundheit die Form übernimmt, entsteht ein Shop," sagt Verena Waffek über ihre Installation "TOXOTOXIN/ SPOR". Drogerien waren früher mit Ihren Warenangeboten Orte der Heilung. Der Name kommt aus dem niederländischen „droog“ und steht für getrocknete Pflanzen, Heilmittel und Drogen. Im Regal überwachsen fiktive Moose, Flechten und Pilze verschiedenste Keramiken und Objekte. Sie sind wahre Pioniere der Natur: Heilmittel, Droge und unaufhaltsames Leben in einem. Moose und Flechten können sich an vielen Orten und Gegenständen ansiedeln und kommen deshalb in den unterschiedlichsten Lebensräumen vor. Sie haben keine Wurzeln und sind somit auf keine Erde angewiesen. Die Vasen-Objekte, Becher und Kannen sind geeignete Gegenstände für eine haus-interne Anzucht. Sind sie ausgewachsen werden sie im Toxotoxin/ Spor zum Verkauf angeboten. Moose, Flechten und Pilze produzieren Säuren, die antibiotisch wirken. Isländisch Moos z. B kann als medizinischer Aufguss bei Atemwegserkrankungen angewendet werden. 100 Gramm Isländisch Moos kosten in Bioqualität 8.90€. Sie benötigen für einen Aufguss einen Teelöffel auf einen Becher Wasser. Den Aufguss müssen Sie mindestens 20 Minuten ziehen lassen damit er seine Wirkung entwickeln kann. In Produktion sind Pastillen aus getrocknetem Isländisch Moos. Wir bitten um Vorbestellungen, da die Nachfrage groß ist. Auf dem Verkaufstisch entfaltet sich ein stiller Dialog: Zwei Keramikköpfe blicken sich an, stumme Zeugen der Transformation vom Heilmittelwesen zur künstlerischer Handlung. Zwischen den Köpfen lagern fiktive Substanzen. Magic Mushrooms, Zauberpilze werden in künstlerisch verarbeiteter Form zum Kauf angeboten. Sie gehören zu einer Gruppe psychoaktiver Pilze. Magentalis textoria/ magentafarbene gerollte Formen, berauschende Blütentexturen Bryophyta hallucinans/ Brimisvelliergrün gefaltete Formen, psychodelisches Moos Licheno-Cortex antiqua/ rindenartige Papierstrukturen, alte Heilflechten. Somniferum fibrosum/ faseriges Schlafmittel. Substantia papiro/ berauschende Essenz in Papierform Die Inhaber von Toxotoxin/ Spor sind Liebhaber der guten Küche und kennen sich beim Pilze Sammeln bestens aus. Deshalb wird ein Schwerpunkt auf den Informationsaustausch über essbare, schmackhafte Pilze gelegt. An den Wänden finden Sie eine Reihe Zeichnungen von ungenießbaren und giftigen Pilzen. Hier wäre äußerste Vorsicht geboten. Weitere Zeichnungen und Beschreibungen essbarer Pilze über deren Geschmack und was sie beim Zubereiten dieser Pilze beachten sollten. Drogerien und Apotheken stehen in Verantwortung um Wohl und Gesundheit ihrer Kunden. Deshalb werden im Warensortiment von Toxotoxin/ Spor psychoaktive Pilze n i c h t bevorzugt angeboten.

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Inke Fürbeth
Garnitur für Alice bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Möbel, Skulptur und Erzählung. Die drei Objekte zitieren vertraute Typologien des Sitzmöbels, entziehen sich jedoch einer eindeutigen funktionalen Lesbarkeit. Statt ergonomischer Logik bestimmen Material, Volumen und Assoziation ihre Gestalt. Allen drei Elementen gemeinsam ist die konsequente Anwendung polsterhandwerklicher Techniken. Die vollständige Ausformung der Körper durch Schaumstoff und textile Hüllen verschiebt das Polstern von einer konstruktiven Methode zu einem eigenständigen bildhauerischen Verfahren. Was üblicherweise dem Komfort dient, wird hier zum Medium der Formfi ndung. Die Präzision der Verarbeitung tritt dabei ebenso hervor wie die Fähigkeit des Handwerks, komplexe räumliche Volumen hervorzubringen. Inke Fürbeth arbeitet an der Schnittstelle von Handwerk, Polsterei, Objektgestaltung und Design. Ausgangspunkt ist das klassiche Polsterhandwerk, das sie in eigene skupturale und raumbezogene Arbeiten überführt. Im Zentrum stehen Material, Volumen und die Kräfte, die Formentstehen lassen.

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Nora Lösel
Die Nürnbergerin Nora Lösel beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit inneren psychologischen Welten, die sich sowohl individuell als auch gesellschaftlich manifestieren. Für Anwanden schafft sie eine neue Installation mit dem Titel "Die innere Logik der Teile zueinander". Ausgehend von der Annahme, dass die menschliche Persönlichkeit nicht als geschlossene Einheit, sondern als Zusammenspiel verschiedener Anteile verstanden werden kann, untersucht die Künstlerin die Dynamiken zwischen diesen Unterpersönlichkeiten. In skulpturalen und installativen Arbeiten, übersetzt diese psychischen Prozesse in eine eigenständige Materialsprache. Stofflichkeit spielt auch hier eine wichtige Rolle.

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Karoline Glasow
In Mode will Mensch sich wohl fühlen und sorglos sein. Doch Mode ist divergent. Sie treibt luxuriöse Blüten, beutet aus und vermüllt die Welt mit Fast Fashion. Die Erlanger Fotografin Karoline Glasow setzt "Habitat und Habgier" als rahmengebenden Titel bei ihren bedruckten Textilien, die verstören und beschwören wollen. Menschen seien "auf ihr eigenes Wohl bedacht. große Probleme verdrängen sie, gehen den Weg des geringsten Widerstands. Gier, Intoleranz, Tyrannei stehen versus Verantwortung, Selbstwirksamkeit und Dankbarkeit." Karoline Glasow geht mit „capital error“ neue Wege in der Mode. Kleidung wird zur Leinwand für große Themen: Klimawandel, Krieg, digitale Welt, Kapital, Müll, Luftverschmutzung, Bergbau, Regenwaldvernichtung, Massentierhaltung, Fleischkonsum, Milchproduktion, Kälbernutzung, Industrieller Fischfang. In unserer Welt der Kapitalsucht, der sich selbst beschleunigenden Gesellschaft, von Informationsüberflutung und Achtsamkeitsverlust geprägt, braucht es starke Reize, um auf die Misere aufmerksam zu machen. „capital error“ regt an, die eigenen Ansichten und Handlungen zu hinterfragen, zu überdenken, neue Wege zu beschreiten und Verantwortung zu übernehmen. Karoline Glasow: „Die Reichweite der Denkanstöße bestimmst Du, denn capital error wirkt überall dort, wo Du es hinträgst.“

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Marie Jeanne Turnea-Luncz
"Die Idee ist, ein leichtes Werk zu schaffen, welches mit Papierstreifen an der offenen Seite ausgestattet ist, die im Wind mitschwingen und auf der gegenüberliegenden Seite die Schatten auf ein Transparentpapier projizieren." So beschreibt Jeanne Marie Turnea-Luncz ihre für Anwanden entstandene Installation "Principae naturalis". Die Installation ist ein Gesamtentwurf, welcher die Erde als Abbild und als philosophisches Konzept als Schatten und Abbild unserer Wahrnehmung repräsentiert und die Frage aufwirft: Wie viel Geschichte steckt in der Wahrnehmung und welches Wissen müssen wir für die Wahrnehmung anwenden? Turnea-Luncz kann einen vielfältigen Lebenslauf vorweisen. Sie wechselte von einem Biologie-Studium an die Nürnberger Kunsthochschule (meisterschülerin von Heike Baranowsky), hatte ein Stipendium bei der Deutschen Pop für Modezeichnerin und arbeitete als Grafikdesignerin. Sie wohnt in Fürth.

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Susanne von Janda
"Altes Leinen" nennt Susanne von Janda diese Serie genähter Ölgemälde. Leinen war in vergangener Zeit wichtiger Bestandteil der Aussteuer einer Frau. Die zum Teil hundert Jahre alten Leinwände schmückten für Generationen die Wohnräume von längst verstorbenen Menschen. Mittlerweile fast wertlos hat die Künstlerin sie auf Flohmärkten und aus Nachlässen zusammengesucht und ihnen eine neue, "wertvolle" Funktion gegeben. "Altes Leinen" ist nur ein Teil der gezeigten Arbeiten. Susanne von Janda hat u.a. bei Ottmar Hörl in Nürnberg studiert und ist aktuell Kunstpädagogin in Schwabach.

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Petra Krischke
Petra Krischke kennt sich aus mit Inszenierungen. Mit Selbstinszenierungen auch. Die Künstlerin, die in Nürnberg bei Hanspeter Reuter und Jochen flinzer studiert hat, ist regelmäßiger Gast bei Blauer Nacht in Nürnberg, Ortung in Schwabach und Glanzlichter in Fürth. An der Schnittstelle zwischen Malerei und Performancekunst entstehen Bilder und Objekte, die Petra Krischke gerne zum Leuchten bringt. Das gilt auch für das Bestiarium, das sie für Anwanden geschaffen hat. Figuren aus der Fantasy und der Tiefsee tauchen da auf, seltsame Wesen, auch gefangene im Netz. Ein kritischer Kommentar zum Jetzt.

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Eva Beham
Aus zusammengenähten Stoffresten gefertigt, knüpft das acht Meter lange Banner an die Tradition politischer Protestkultur an. Es erscheint wie ein reales Demonstrationsbanner – als Relikt einer vergangenen Kundgebung oder als Werkzeug für die nächste. Der handgemalte Slogan „Don't forget to stay hydrated and ruin a man's day today“ greift die Ästhetik eines Internet-Memes auf und bewegt sich zwischen Humor, Ironie und Wut. Das Banner verweist auf alltägliche Erfahrungen vieler Frauen und queerer Personen im patriarchalen Alltag. Bereits kleine Gesten des Entzugs – nicht zurück lächeln, keine Aufmerksamkeit schenken, eine Grenze setzen oder eine implizite Erwartung nicht erfüllen – können von manchen Männern schon als Affront wahrgenommen werden. Wenn schon ein verweigertes Lächeln den Tag verderben kann, stellt die Arbeit die Frage, wie fragil bestimmte Ansprüche auf weibliche Verfügbarkeit eigentlich sind. Das Banner fordert nicht tatsächlich zu einer konkreten Handlung gegen eine bestimmte Person auf, sondern wirkt durch Zuspitzung, Sarkasmus und kollektives Wiedererkennen. Der Satz funktioniert als Ventil für eine Wut, die aus strukturellen Erfahrungen von Sexismus, Belästigung und Gewalt entsteht. Vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Übergriffen erscheint die Frage fast zynisch, wem genau hier der Tag verdorben wird. Die Arbeit verweigert die individuelle Differenzierung und spricht aus der Perspektive einer Erschöpfung heraus, die sich vielmehr gegen ein System richtet. Dabei bleibt offen, wie wörtlich die Aussage zu verstehen ist: Handlungsaufforderung oder Provokation? Die Arbeit lädt dazu ein, über die Grenzen feministischer Wut nachzudenken. Wie weit darf sie gehen? Wann wird sie produktiv, wann erschöpft sie sich in symbolischer Vergeltung? Kann eine solche Geste angesichts struktureller Ungleichheit überhaupt Genugtuung schaffen?

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bis Sonntag, 14. Juni 2026
Notburga Karl
Sommer, Sonne, Luft, Licht, Unbeschwertheit... Notburga Karl holt mit der luftigen Windhose - oder ist es ein schielendes Blickpaar? - den italienischen Strand in den Wolfgangshof. Dafür lässt sie das Video „Paraglobing", ein Fragment aus der Videoperformance „Oskar S“ (2023),, über ein entsprechend installiertes Display gleiten. Karl ist Professorin für KunstPädagogik an der Kunstakademie München, und entwickelt ungewöhnliche Formen des Zeigens zwischen Lecture Performance und site specific art.
